Bewegung sichtbar machen

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Neben verschiedenen Detailansichten des Sommers habe ich mich in der neuen Galerie 144 besonders mit der Visualisierung von Bewegung beschäftigt. Vor einigen Jahren habe ich schon einmal den Flug der Löwenzahnsamen fotografiert. Das Thema war aber aus meiner Sicht nie ausreichend bearbeitet, weshalb ich mich in diesem Sommer nochmals damit beschäftigt habe. Die nachfolgenden Ergebnisse könnt ihr mit Hilfe des Buttons „Galerien“ in der, wie ich finde, hübscheren Galerieansicht ansehen.

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Zur Aufnahemtechnik
Bei der gedanklichen Vorbereitung des Motivs waren für mich verschiedene Aspekte wichtig. Das Motiv sollte den sommerlichen Charakter des Samenfluges widergeben. Hierbei war die Farbwahl mit gelben und grünen Tönen besonders hilfreich.
Außerdem sollte die Bewegung der Samen luftig und leicht dargestellt werden. Sie sollten also nicht vom Blitzlicht eingefroren, sondern in einer weichen und fließenden Bewegung dargestellt werden. Hierzu war also eine Kombination des vorherrschenden Tageslichtes mit Blitzlicht notwendig.
Um die hellen Samen gut darstellen zu können, war es notwendig, einen eher dunklen Motivhintergrund zu wählen, vor dem sich die Samen farblich absetzen konnten. Der Blitz wurde auf den zweiten Verschlussvorhang synchronisiert, damit die Samen einen leichten Bewegungsschleier hinter sich herziehen konnten. Die Blitzsteuerung erfolgte komplett manuell mit deutlich reduzierter Leuchtzeit, was sich neben einer natürlichen Lichtwirkung auch im „Einfrieren der Bewegung“ auswirkte.
Die Bildschärfe legte ich vorab auf den Samenstand des Löwenzahns. Eine mittlere Blende verschaffte mir einerseits genug Schärfentiefe für den Samenstand und ließ andererseits den Hintergrund des fernen Waldes noch angenehm in Unschärfe verschwimmen.
Abschließend bließ ich Löwenzahnsamen über mein Motiv und löste die Kamera mit einem Kabelauslöser aus. Es waren natürlich einige Aufnahmen nötig, bis die Anordnung der fliegenden Samen im Bild meiner Vorstellung entsprach.

Besser geht immer
Wie oben bereits beschrieben, habe ich dieses Motiv schon einmal fotografiert. Da sich die Fototechnik und vor allem das eigene Können und der Geschmack weiterentwickelt, werde ich mich diesem Motiv wohl in ein paar Jahren erneut widmen. Wer weiß?

Für Anregungen oder Fragen zum Thema bin ich natürlich dankbar. Also, einfach mal einen Kommentar hinterlassen.

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