Galerie 234 – Ganz schön gruselig

Diese Location schiebe ich schon längere Zeit vor mir her. Warum? Weil ich schon vorweg wusste, dass die Angelegenheit unheimlich werden würde.

Normalerweise bin ich bei Nachtaufnahmen immer ein wenig früher vor Ort, um das Motiv noch zur blauen Stunde zu fotografieren. Der Grund hierfür liegt in der Zeichnung der Details, die ich im späteren Gesamtwerk meist gut verwenden kann. Diesmal war ich aber spät dran und war erst kurz vor Aufnahmebeginn vor Ort. Die Klosterruine lag schon einsam im tiefen Wald und wirkte selbst in der Abenddämmerung unheimlich. Wie sollte das erst mutterseelenallein mitten in der Nacht sein? Kurz gesagt, es war super gruselig! Jedes noch so kleine Geräusch war laut und die Laute und Schritte der Tiere zeigten deutliche Wirkung. Echt spooky!

Planung ist ja bekanntlich bei Nachtaufnahmen alles, doch funktioniert das leider nicht immer so. Dieses mal hatte ich die Rechnung ohne den zunehmenden Mond gemacht, der frech und hell im Motiv stand. Schade dachte ich, probierte es aber trotzdem. So warf das Eingangsportal der Klosterruine starke Schatten und der Mond hatte einen hellen Hof am dunken Nachthimmel. Nicht leicht für die Nachbearbeitung der Fotos.

Mit meiner Kamera auf dem Stativ machte ich also eine Bildsequenz von 90 Bildern bei Blende 4.0, ISO 400 und einer Minute Belichtungszeit. Den größten Teil der Sequenz war der Mond zu sehen. Erst gegen Ende der Bildreihe verschwand er hinter dem Ruinenportal. Zu Beginn der Aufnahmereihe machte ich noch die üblichen Zusatzaufnahmen mit unverändertem Kamerastandort und -winkel. Ziel dieser Zusatzaufnahmen war es, die Beleuchtung der Klosterruine mit Hilfe von Kunstlicht festzuhalten. Nach gut zwei Stunden vor Ort hatte ich dann alles im Kasten und trat durchgefrohren den Rückweg durch den vom Mond beschienen dunklen Wald an.

Bei der Sichtung des Bildmaterials konnten bereits verschiedene Erkenntnisse gewonnen werden. Meine anfängliche Idee, den hellen Mond in Lightroom aus den Einzelaufnahmen heraus zu stempeln scheiterte kläglich, denn der Helligkeitsübergang zum Nachthimmel konnte mit dem Stempelwerkzeug nicht zufriedenstellend bewerkstelligt werden. Dafür war aber der Moment, in dem der Mond hinter dem Ruinenportal verschwand sehr interssant. Es bildete sich, wie beim Tageslicht der Sonne auch, ein Stern um den hellen Mond. Diesen Aspekt wollte ich unbedingt im Bild umsetzen und entschied mich somit nur für die Bilder der Sequenz, ab dem Zeitpunkt, an dem der Mond gerade noch zu sehen war. Somit blieben lediglich 16 Bilder übrig. Nicht viel für Strichspuren von Sternen. Neben den somit 16 Minuten Belichtungszeit für die Sternenbahnen kamen dann noch die Zusatzaufnahmen hinzu. Dies war zum einen die dezente Beleuchtung des Portals von vorne und zum anderen die Durchleuchtung der Maueröffnungen von hinten. Beides jeweils in getrennten Aufnahmen. Somit besteht das Motiv nun aus 18 Einzelaufnahmen und nicht aus den ursprünglich geplanten 92. Die Strichspuren sind damit dann auch ein wenig kurz, doch in Kombination mit dem Mondstern vollkommen ausreichend.

Das frustierende an derart aufwändigen Motiven ist die Tatsache, dass man häufig an besonderen Gegebenheiten des Motives zu scheitern droht. Dies war hier zunächst der Mond, was ich aber durch die Beschneidung der Sequenz in den Griff bekommen konnte. Aber auch die Beleuchtung der Szene mit Kunstlicht war in der Postproduktion nicht befriedigend umzusetzen. Das Problem war die Überblendung der doch sehr starken Lichtkontraste im Motiv. Teilweise ist es mir nicht gelungen, den Nachhimmel an den Maueröffnungen zu realisieren. So sind im Endergebnis in Teilen noch Aspekte des Himmels zum Zeitpunkt der Zusatzaufnahmen vorhanden. Das gefällt mir nicht! Beides für mich ein Anlass aus dem Erlebten zu lernen. Somit werde ich künftig den Mond noch mehr in meine Planung einbeziehen und vor allem die Kunstlichtaspekte gründlicher umsetzen. Dazu wäre es bei diesem Motiv wichtig gewesen, die Kunstlichtbilder am Ende der Sequenz zu fotografieren und die beiden zuvor genannten Beleuchtungen in einer einzigen Aufnahme gemeinam zu erarbeiten. Praktisch lässt sich das mit ein bisschen Vorplanung aber auch umsetzen, so dass ich aus diesem nicht ganz leichten Motiv doch einiges gelernt habe.

Fazit – Die nächste sternklare Nacht kommt bestimmt … 😉

Galerie 232 – Letzte Winterimpressionen

Nun gibt es doch noch mal ein paar forstige Tage. Die Nächte sind klar und morgens liegt der Rauhreif auf der Landschaft. Sehr schön. Eine gute Gelegenheit, doch noch mal zum Ende des Winters frostige Naturdetails aufs Korn zu nehmen.

Galerie 231 – Landschaft real und abstrakt

Grau und trist. So lässt sich das Wetter der vergangen Zeit zusammenfassen. Doch am Silvesterabend brannte der Abendhimmel über der Lahn ein echtes Feuerwerk der Farben ab. Und auch nach Neujahr wurde es ganz schön bunt.

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Galerie 220 – Schwein gehabt

Nun hat es doch noch mal richtig Frost gegeben. Bis -15 Grad konnten in unserer Region verzeichnet werden. In den Höhenlagen des Westerwaldes und des Taunus war dann auch Winter-Wunderland angesagt.

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Galerie 219 – Eiskalt erwischt

31.01.2021

Winterwetter hatten wir in den letzten Wochen ja eigentlich genug. Was es aber eher selten gab, war vernünftiges Fotolicht, um die weiße Pracht ins rechte Licht zu rücken. Ein paar Sonnenstrahlen waren aber dann doch noch zu erwischen und bei den Winterdetails kann im Notfall auch mal die Taschenlampe hilfreich sein. Nachfolgend meine Ausbeute.


Darf´s ein bisschen mehr sein?

Wenn Ihnen meine aktuellen Motive gefallen haben, dann schauen Sie sich doch gleich mal die komplette Motivpalette der letzten Jahrgänge an. Es lohnt sich!

Galerie 204 – Winterimpressionen

Leider lässt sich der Winter auch in diesem Jahr wieder bitten. Bislang gab es in Westerwald und Taunus leider kaum winterlche Temperaturen. Dennoch hier ein paar Eindrücke. Vielleicht geht da in diesem Jahr ja noch was … 😉


Darf´s ein bisschen mehr sein?

Wenn Ihnen meine Motive gefallen haben, dann schauen Sie doch gleich mal meine Jahrgangsgalerien an. Dort finden Sie alle Bilder der letzten Jahrgänge. Los geht´s 🙂

Galerie 193 – Winterliche Hutebuchen im Westerwald

Winter, Winter, Winter…

Letzte Woche kehrte der Winter über Nacht nocheinmal zurück. Spontan habe ich mir ein paar Stunden frei genommen und bin zum Fotografieren bei heftigem Schneefall in den hohen Westerwald gefahren. Meine Standardlocation für alte Hutebuchen war hier genau die richtige Wahl. Nachfolgend meine Ausbeute des Morgens. Viel Spaß beim Anschauen 🙂

Galerie 192 – Bachgeflüster

Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn strenger Frost die Bäche und Flüsse erstarren lässt. Jedes Ufer, jede kleine Kaskade wird vom Eis umhüllt und erscheint in zauberhaftem Glanz. Hoffentlich hält diese Zauberwelt noch länger an. Nachfolgend die ersten – und hoffentlich nicht die letzeten – Impressionen aus dem winterlichen Taunus.

Galerie 191 – Das „Letzte“

Mieses Wetter, wenig Motive, also auf, in den Wildpark! Meist findet sich dort das ein oder andere Motiv. Das wars dann auch für 2018. Mal sehen, was das nächste Jahr, fotografisch gesehen, bereit hält …

Happy new year 🙂

Galerie 190 – Naturdetails im Winter

Der November und meist auch der Dezember haben mit ihrem meist tristen Wetter fotografisch in unseren Breiten leider nicht allzu viel zu bieten. Sobald der Regen aber nachlässt oder gar der erste Schnee liegen bleibt, lohnt die Suche nach kleinen und unscheinbaren Motiven in der Landschaft. Weiterlesen …

Galerie 179 – Lichtsaum im Gefieder 2

In der Galerie 176 hatte ich mich mit dem Lichtsaum im Gefieder bei Kleinvögeln beschäftigt. Damals hatte ich die Vögel schräg von hinten mit zwei Systemblitzen ausgeleuchtet. Galerie 179 – Lichtsaum im Gefieder 2 weiterlesen

Galerie 174 – Rund um den Tiergarten Weilburg

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Der vom Forstamt Weilburg betriebene Wildpark „Tiergarten Weilburg“ ist eine Stätte mit langer kulturhistorischer Tradition. Bereits im 16. Jahrhundert hielt Graf Albrecht von Nassau und Saarbrücken hier Damwild.  Galerie 174 – Rund um den Tiergarten Weilburg weiterlesen

Galerie 159 – Frostiger Westerwald

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Solch einen schönen Winter hatten wir im Westerwald schon lange nicht mehr. Frost und Schnee, soweit das Auge reicht. Dennoch gestaltete sich die Fotografie der schönen Pracht nicht ganz einfach.

Galerie 159 – Frostiger Westerwald weiterlesen

Galerie 158 – Der Luchs

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Leise aber stetig sucht der Luchs sich neue Lebensräume. Auf leisen Sohlen durchstreift er bereits einige wenige stille Regionen unserer Mittelgebirge. Seine Lebensweise ist heimlich und kaum jemand nimmt seine Anwesenheit wahr.

Galerie 158 – Der Luchs weiterlesen