In stillen Eifeltälern …


Wilde Narzissen
Die neuen Galerien 141 und 142 (Button „Galerien“) zeigen die Narzissen-Blüte im Nationalpark Eifel. In diesem Frühjahr stand wieder einmal die Blüte der wilden Narzissen in den Wiesentälern des Nationalparks Eifel auf meinem Fotoplan. Aus der Distanz ist es nicht ganz einfach den richtigen Zeitpunkt für den Höhepunkt der Blüte abzuschätzen.

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Motivsuche vor Ort
Gute und verlässliche „Scouts“ vor Ort sind also, wie immer, unverzichtbar. So ist es auch den Hinweisen meines guten Freundes Elmar zu verdanken, dass ich zur rechten Zeit vor Ort war. Einquartiert in sein gemütliches Forsthaus in unmittelbarer Nähe der Wiesentäler konnte ich mich, dank kurzer Wege, voll auf die Fotografie konzentrieren. Zu Beginn war das Wetter nur bedingt für die Pflanzenfotografie geeignet. Der Himmel war dunkel und mit Wolken verhangen. Der stete Eifelwind zerrte unablässig an den zarten Pflanzen. Ich nutze also den ersten Morgen für Übersichtsbilder der Narzissen entlang der Bäche und Wiesen. Da die Blüte in diesem Jahr ungewöhnlich üppig ausfiel, waren die Erlen- und Birkenbrüche mit einem dichten gelben Teppich aus Blüten bedeckt. Die Intensität der Blüte ist aber nicht nur den jährlichen Bedingungen unterworfen, sondern auch das Ergebnis der langjährigen Bemühungen der Nationalparkverwaltung, den Lebensraum der seltenen Wildpflanzen zu verbessern. So werden bereits seit geraumer Zeit die Fichtenbestände entlang der Bachtäler zurück gedrängt. Hier entsteht dann neuer Lebensraum für die lichtliebenden wilden Narzissen.

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Fotolicht
Gegen Nachmittag lockerte die Bewölkung dann merklich auf und am Abend war der Wind nahezu abgeflaut. Warme Sonnenstrahlen vergoldeten nun meine Motive. In der darauf folgenden Nacht klarte der Himmel komplett auf und die Temperatur sank schlagartig unter Null. Als ich am Morgen an den Narzissenwiesen ankam, war ich zunächst sehr enttäuscht. Die Pflanzen waren durch den strengen Nachtfrost und den dadurch bedingten Rauhreif nahezu auf den Boden gedrückt worden. Die saftigen Stiele der Pflanzen waren komplett durchgefroren, so dass sie bei der kleinsten Berührung wie Glas zersprangen. Es galt also, die Kameraausrüstung noch vorsichtiger als sonst zu platzieren, um keines dieser kleinen Eiskunstwerke zu zerstören. Das frühe Aufstehen wurde dann mit einem herrlichen Sonnenaufgang belohnt, vor dessen orangeroten Farben die Eiskristalle nur so glitzerten. Ein herrlicher Morgen …

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