Vogesen – Gämsen

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Die Galerien
Es ist mal wieder soweit. Endlich sind meine neuen Galerien 148, 149 und 150 online. Die Motive beschäftigen sich diesmal ausschließlich mit den herbstlichen Vogesen. Während in den Galerien 148 und 149 die Vogesen-Gämsen meine Hauptakteure sind, finden sich in der Galerie 150 Landschaften, Wasserfälle und Details der Vogesen. Insgesamt, wie ich finde, eine gute Mischung. Viel Spaß beim Lesen und Betrachten der Bilder in den Galerien. Wie immer, ist die Bildqualität und die Motivvielfal in den Galerien höher, als hier im Blog ;-). Also unbedingt mal reinschauen, es lohnt sich!

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Der Berg
Der Hohneck ist mit 1363 m Höhe der dritthöchste Berg in den Vogesen. Er befindet sich auf der Grenze zwischen dem Elsass im Osten und Lothringen. Die Region zählt zum Naturpark Ballons des Vosges. Seine Felshänge übersteigen die für ein Mittelgebirge üblichen Dimensionen.

Insbesondere die nach Norden, Osten und Süden in Talkesseln abbrechenden Flanken bieten spektakuläre Landschaftseindrücke, die durchaus alpine Gefahren bergen. Von seinem Erscheinungsbild gleicht der Berg dem Feldberg im Schwarzwald. Der Hohneck ist vor allem ein beliebtes Wanderziel mit einer Rundumsicht über die Berge der Hochvogesen und bei klarer Sicht sogar bis hin zu den Französischen Alpen.

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Die Gämsen
In Naturfotografen-Kreisen ist der Hohneck aber vor allem für seine Gamspopulation bekannt. Hier bietet sich die nahezu einmalige Gelegenheit, die ansonsten sehr scheuen Wildtiere vertraut vor die Kamera zu bekommen. Am frühen Abend ziehen die Gamsrudel von den steilen Flanken der Talkessel bergwärts um im Schutze der Nacht auf den Grasmatten des Berggipfels zu weiden. Morgens suchen die Tiere wiederum die Ruhe und den Schutz der Talkessel um dort den Tag zu verbringen. Das ist jeweils die Gelegenheit, den Wildtieren sehr nahe zu kommen. Durch den regen Wanderverkehr sind die Gämsen an Menschen gewöhnt und obwohl sie bejagt werden, sind sie kaum scheu. So lassen sich herrliche Momente erleben. Tagsüber finden sich die Gämsen mit etwas Glück und Ortskenntnis in den tiefer gelegenen Talkesseln. Die Lichtbedingungen sind hier allerdings nur bei diffusem Tageslicht zur Fotografie geeignet.

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Die Lichtstimmung
Durch Kuppenlage des Hohneck bieten sich herrliche Bedingungen für die Naturfotografie. Die flach stehende Sonne des Morgens oder Abends taucht bei schönem Wetter die Szenerie in herrliches warmes Licht. Diese Momente gilt es zu nutzen, denn der Berg kann auch sehr launisch sein. Plötzliche Sommergewitter, Nebel, Hagel oder sehr starker Wind machen die Wetterbedingungen häufig recht unangenehm. Fotografisch gesehen sind solche Momente aber auch sehr interessant, bieten sie doch die Möglichkeit für einmalige Bildeindrücke. Außerdem sind in Zeiten widriger Wetterverhältnisse deutlich weniger Touristen auf dem Aussichtsberg unterwegs, was die Chancen auf  intime Gamsbegegnungen natürlich deutlich erhöht. Grundsätzlich gilt, möglichst früh bzw. lange auf dem Berg zu sein. Nur so besteht die Möglichkeit besondere Lichtstimmungen effektiv zu nutzen.

Was es sonst noch gibt
Wenn tagsüber dass Licht zu hart ist, oder die Gämsen nicht mehr zu finden sind, bietet sich eine Fototour zu den umliegenden Naturschönheiten der Vogesen an. So lohnt z.B ein Ausflug zum malerisch gelegenen Lac de Lispach, wo schöne Landschaftsimpressionen oder Detailaufnahmen möglich sind. In einem Hochmoorbereich ist hier sogar der winzige rundblättrige Sonnentau zu Hause. Im Radius einer halben Autostunde finden sich ebenfalls schöne Wasserfälle, die besonders im Herbst herrliche Motive bieten. Lohnend sind z.B die Cascade de la Pissoire, Grand Cascade de Tendon, Petit Cascade de Tendon oder die Cascade Charlemagne. Mit Ausnahme des erstgenannten Wasserfalls sind die Motive gut mit dem Auto zu erreichen. Bei der Cascade de la Pissoire muss man einen längeren Fußmarsch in Kauf nehmen.

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Die Unterkunft
Unmittelbar auf dem Berg befinden sich mehrere Herbergen (Auberge), in denen man für überschaubares Geld gut übernachten kann. Hier gibt es auch Frühstück, Mittag- und Abendessen, so dass man keine langen Anfahrtswege in Kauf nehmen muss. Man kann sich also voll auf die Fotografie konzentrieren. Bei der Wahl der Unterkunft sollte man aber darauf achten, dass man früh Morgens aus der bzw. spät Abends wieder in die Unterkunft kommt. Das ist wohl nicht bei allen Unterkünften möglich.

Das Hohneck ist insgesamt eine tolle Location, die das Fotografenherz, insbesondere im Herbst, höher schlagen lässt.

2 Gedanken zu „Vogesen – Gämsen“

  1. Eine tolle Gegend. Bezüglich Übernachten: Es gibt verschiedene einfache, aber gute Herberge auf dem Le Hohneck. Allerdings sollte man die Auberge Le Sommet du Hohneck, oben auf dem Gipfel als Naturfotograf meiden, weil man vom 22:00 bis 07:00 Uhr, wie im Knast, eingeschlossen ist. Wenn man die Gämsen aus der Nähe beobachten und fotografieren will, sollte man schon frühmorgens früh unterwegs sein, weil nach 07:00 Uhr bereits die ersten Touristen-Gruppen unterwegs sind und sich die Gämsen in ruhigeren Gebieten zurück ziehen.

    1. Hallo Frans,
      Du hast Recht! Die Problematik mit den Öffnungs- und Schließzeiten der Auberge Le Sommet du Hohneck sind tatsächlich für Fotografen ungeeignet. Aus meiner Sicht gute und erschwingliche Übernachtungsmöglichkeiten sind die Auberge La Chaume de Schmargult oder die Auberge du pied du Hohneck. Beide liegen in unmittelbarer Nähe der Gipfelzufahrt und ermöglichen das Verlassen bzw. Aufsuchen des Quartiers zu allen Tages- und Nachtzeiten. Abgesehen davon ist auch die Verpflegung zu empfehlen.
      LG, Frank Körver

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