Frank Körver, Holzbachschlucht, Naturfotografie, Naturfoto

Ein Morgen in der Holzbachschlucht

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Das Naturschutzgebiet Holzbachschlucht liegt südwestlich von Rennerod zwischen den Ortschaften Seck und Gemünden. Am besten ist die Schlucht über den nördlichen Zugang am Hofgut Dapprich zu erreichen.

Direkt beim Hofcafe kann man auch das Auto parken. Es ist also nicht notwendig, wie in der nachfolgenden Karte dargestellt, den Anmarsch vom ausgeschilderten Parkplatz an der Straße bis zum Hofgut in Kauf zu nehmen. Nach kurzem Fußweg überquert man bereits das erste Mal den Holzbach über eine alte Bruchsteinbrücke. Kurz danach führt der Weg über Wiesen, vorbei an dem beschaulich gelegenen Waldfriedhof des Hofgutes, hinein in die Holzbachschlucht. Mann kann sich nicht verlaufen. Beiderseits des wildromatischen Baches führt ein schmaler gewundener Fußweg zu den für Wanderer zugänglichen Stellen. Bereits zu Beginn des Weges gelangt man an einer Holzbrücke an die oberen Kaskaden der Schlucht. Ab hier hat sich der Holzbach tief in die umliegende Landschaft eingefräst, so dass hier das anstehende Grundgestein, der Basalt, sichtbar wird. Motive gibt es zu jeder Jahreszeit in Hülle und Fülle …

 

  • Neben den konventionellen Bildformaten bieten sich aber auch Panoramen für die Darstellung der Bachmotive an.

 

  • Möchte man Motive in ihrer gesamten Tiefe scharf darstellen, bietet sich die Stacking-Methode an. Hierbei werden vom jeweils unveränderten Stativstandort eine Reihe von Einzelbildern mit jeweils minimal verlagertem Schärfepunkt angefertigt. Diese werden dann in einer Software zu einem Gesamtbild verrechnet, wodurch ein durchgängig scharfes Motiv erzeugt  wird. Nachfolgend ein Pilzmotiv das aus 10 Einzelaufnahmen entstanden ist. Während das erste Bild den vorderen Schärfepunkt der Motivreihe zeigt, ist in der zweiten Aufnahme die hinterste Schärfeebene sichtbar. Im dritten Bild ist schließlich das aus den 10 Einzelbildern verrechnete Endmotiv mit druchgehender Schärfe der Pilze zu sehen.

 

… Besonders aber im Frühjahr, zur Blüte der Buschwindröschen und dem Lerchensporn, aber auch im Herbst, der Zeit des bunten Buchenlaubes und der Pilze, ist die Holzbachschlucht ein echter Hingucker. Neben den oberen Kaskaden sind dann auch die unteren Bereiche der Schlucht fotografisch wieder sehr interessant. Hier allerdings bedarf es einiger Kletterei, um die wirklich lohnenden Stellen zwischen der unteren Brücke und dem Ortsrand von Gemünden zu erreichen. Wer die Kletterei und die damit verbundene Gefahr von nassen Füßen nicht scheut, der findet auch zwischen den beiden Brücken im mittleren Abschnitt tolle Motive. Auf dem Rückweg sollte man unbedingt das rustikale und gemütliche Cafe in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hofgut Dapprich und dem geparkten Auto einen Besuch abstatten. Hier wird man für die „Strapazen“ der Bachfotografie mit leckerem Kuchen und Kaffee belohnt 😉

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